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Serbien 2006

Seit nunmehr zwölf Jahren ist der schreckliche Krieg auf dem Balkan vorüber, dennoch leiden die Menschen bis heute. Manche wurden im Krieg schwer verwundet und sind zu Krüppeln geworden. Andere finden keine Arbeit und die Armut macht sich in bestimmten Bevölkerungsteilen breit. So geht es besonders den Sinti und Roma und natürlich den anderen Flüchtlingen, die meist aus dem Kosovo nach Serbien gekommen sind. Sie alle leben noch immer in Flüchtlingslagern. Weil es noch immer so viele sind, müssen sie eng zusammen rücken. Schmutz, Enge, unzuverlässige Stromversorgung und zu wenig Trinkwasser machen ihr Leben sehr beschwerlich. Dazu kommt die Hoffnungslosigkeit. Viele zweifeln, ob sich in ihrem Leben noch etwas ändern könnte. Nur wenige können ein bisschen Geld verdienen, die meisten sind auf Sozialhilfe angewiesen. Aber die staatliche Hilfe ist so gering bemessen, dass man gerade so überleben kann. Wie kann man diesem Schicksal entkommen?

 

So ergeht es auch Jovana. Sie ist 13 Jahre alt und von Geburt an gehbehindert. Sie wohnt alleine mit ihrer Mutter und beide würden gerne in ihre Heimat zurückkehren. Aber sie wissen nicht, wie sie das anstellen sollen. So leben sie weiterhin in Armut und ohne große Hoffnung auf Besserung. Bei ihnen löste die Weihnachtsüberraschung besonders große Freude und Rührung aus. Für Jovana war es - wie auch für die anderen 4 747 Kinder, die ein Päckchen bekommen hatten - etwas sehr Kostbares. Es ist ganz selten, dass sie überhaupt je ein Geschenk bekommen. Für sie ist es ein Zeichen, dass jemand an sie denkt, ein Zeichen der Hoffnung, es ist mehr als nur ein Paket.

 

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