Crina, Marcela und Petru sagen Dankeschön!
„Ehrlich? Hier gibt es Geschenke?“ und „Lasst mich auch durch!“ so schallte es durch den Flur. Doch das war kein gewöhnliches Gedrängel, wie wir es von anderen Heimen her kennen. Die Kinder quirlten zwar schnell, dennoch rücksichtsvoll und vorsichtig durch die Tür. Warum dieses auffällige Verhalten? Sie sind blind und müssen aufpassen, ob etwas im Weg ist, über das sie fallen oder wogegen sie laufen könnten. Die Gesellschaft für blinde Menschen in Calarasi hatte ADRA gebeten, auch diesen Kindern eine Freude zu Weihachten zu machen. Was für eine Frage! Natürlich brachten wir ihnen die Geschenke aus Deutschland.
Moldawien ist gerade so groß wie Nordrhein-Westfalen, aber dort leben 25 000 Kinder in Kinderheimen! Die meisten von ihnen sind so krank, dass ihre Eltern mit der Pflege nicht zurechtkommen. Viele gute Sachen hatten die Kinder aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland für sie in 2 970 Pakete gepackt. Und dann kamen plötzlich noch 3 890 Pakete aus Niedersachsen und Bremen dazu! Dass sie so viele Geschenke verteilen durften, damit hatten unsere Freunde in Moldawien nicht gerechnet. Kaum waren die Pakete da, ging es gleich am nächsten Tag in die Heime und in die armen Familien. So besuchten sie auch den 13jährigen Vasile. Er lebt bei seinem Großvater. Es war nicht festzustellen, wer sich mehr freute: Enkel oder Opa. Auch die Zwillinge Ion und Boris, beide leben in einer Sonderschule in Chisinau, freuten sich unbändig über das Wunderpaket aus Deutschland. Die kleine Ina strahlte über das ganze Gesicht, obwohl ihre Eltern nicht mehr leben. Sie wohnt jetzt bei ihrer älteren Schwester. Das ist wohl ganz gut und sie alle freuen sich auch über das Baby. Doch es ist auch bedrückend, denn im Dorf gibt es keine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Als sie das Weihnachtsgeschenk in der Hand hielt, konnte die Neunjährige nicht fassen, dass alles im Paket wirklich für sie war! Es war das einzige Geschenk, an das sie sich überhaupt erinnern kann. Ausgenommen eines von ihrem Papa, als sie noch ganz klein war. Sie war überglücklich und Freudentränen glänzten in ihren Augen.
Wir könnten noch viel berichten von Crina, Marcela, Petru und von vielen, vielen fröhlichen Kindern. Habt alle herzlichen Dank! Ihr habt große Freude verbreitet!
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