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Kosovo 2006

Ein kleines Lächeln für die Kinder aus Deutschland

 

Einfach? Nein, einfach war es nicht, die Pakete im Kosovo zu verteilen. Nicole und unsere Freunde von ADRA Serbien hatten einige Probleme zu bewältigen, damit alle Kinder ihr Geschenkpaket in Empfang nehmen konnten. Immerhin waren es 2 498 Pakete, die verteilt werden mussten! Trotz allem hat sich die Arbeit gelohnt. Die Kinder in den vielen Heimen und Dörfern überboten sich gegenseitig mit Begeisterung. „Die strahlenden Augen beim Auspacken der Päckchen waren unglaublich schön. Die meisten der Kinder haben aufgrund des Krieges in ihrem jungen Leben bereits sehr viel Leid erfahren. Ihre Eltern – wenn sie noch leben – können ihren Kindern nur sehr selten eine kleine Freude bereiten. Glücklich darüber, dass deutsche Kinder an sie gedacht haben, haben sie sich für die tollen Inhalte der Päckchen bedankt.“ Das hat uns Nicole erzählt, die viele Pakete verteilt hat.

 

Sie hat uns auch von Vlera berichtet. Sie ist neun Jahre alt und geht gern in die Schule. Weil ihre Eltern nicht mehr leben, kümmern sich die beiden großen Brüder um sie. Das findet sie ganz toll! Aber ihre Brüder verdienen kein Geld, also gibt es auch keine Geschenke. Da war es umso schöner, als Nicole mit einem Paket vor der Tür stand.

Ähnlich ging es auch Edolina aus Gjakova, die nicht einmal zur Schule gehen kann, weil die Eltern kein Geld für Kleidung oder Schuhe haben. Der zehnjährige Shqiprim hat sich über sein Geschenk gefreut. Sein Vater wurde im Krieg umgebracht und seine Mutter hat alle Hände voll zu tun, ihre sechs Kinder zu ernähren. Zum Glück hat ihnen der Chef seines Vaters mit einem neuen Haus geholfen, weil das alte zerstört war. Da haben sie es wenigstens warm. Ihr seht ihn mit seiner Mutter und den fünf Geschwistern auf dem unteren Bild.

Diesen drei Kindern und allen den anderen haben unsere Freunde auch die Spielsachen und Kleidungsstücke gebracht, die ihr in den großen Kartons für sie gesammelt habt.

 

Ähnlich wie Vlera, Edolina und Shqiprim geht es vielen anderen Kindern. Sie sind Albaner, Serben oder gehören zur Ashkalli-Minderheit. Oft wachsen sie ohne Eltern oder nur mit Mutter oder Vater auf und in gegenseitiger Angst vor den anderen Gruppen. Alle haben große Träume – sie wollen Arzt, Ingenieur oder Lehrerin werden. Wir wollen ihnen gern helfen, diese Träume wahr werden zu lassen. Die Pakete sind ein Anfang, denn sie zeigen, dass alle Kinder – egal aus welcher Volksgruppe sie kommen – gleich sind und Unterstützung brauchen. Wir können sie ihnen geben, wenn wir uns um sie kümmern, für Verständigung zwischen ihnen sorgen und helfen, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Auch dafür wollen wir mit der Aktion Kinder helfen Kindern sorgen – eben mehr als ein Paket!

 

Kosovo.pdf

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